Die Zeit der Kopfjäger - Geld verdienen mit Web 2.0

Wer beruflich dafür zuständig ist, regelmäßig und stabil Geschäfte zu machen kann die Jungs aus der Blogger Gemeinde immer schwer verstehen: Woher nehmen die die Zeit? Wovon leben sie?
Da fand ich diesen Artikel im Spiegel-Online: Die Zeit der Kopfjäger.

Und nun verstehe ich das es auch im Web 2.0 langsam normal wird.

Folgende Zitate sind bemerkenswert:

Es ist eine einfache Rechnung. Wer viel Zeit hat, weil er zum Beispiel arbeitslos ist, oder sehr reich, Schüler oder ein nicht allzu eiliger Student, der kann auch viel zur Unterhaltung Anderer tun. Bloggen zum Beispiel.

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Es sieht so aus, als ob die Idee des Geldverdienens im sozialen Netz nicht allen zuwider ist. Spannend wird, was übrig bleibt, wenn die Profis damit fertig sind.

Genau das ist die Frage die man sich immer stellt wenn man fremde Blogs beobachtet, täglich geschrieben von einem Autor, Artikel über Artikel und dann noch mehrere Blogs in parallel.

Und unser einer wünscht sich den 100 Stunden Tag um grob das zu schaffen was es alles noch zu tun gibt.

Dazu passt was man über YouTube.com schreibt. Ohne jegliches Einkommen wird der Wert auf 1 Milliarde US Dollar geschätzt, 3% des Internet Traffics fallen auf die Wackel-Film Seite.

Valleywag schreibt in seinem Blog: Viele der sozialen Netzwerke fungieren nur noch als Auslese Station, alle die besser sind werden “zum Geld verdienen” woanders hingelockt. Was als Hobby begann entwickelt sich zum Geschäft, Amateur oder Profi. Das könnte natürlich wiederum den Effekt haben, das sich viele in der Hoffnung auf das grosse Glück social networking als Hobby zulegen.

Zu guter letzt traf ich dann Dead2.0 - zum schnellen lesen mal hier die Ratschläge in kurzer freier Übersetzung:

11 Regeln für Soziale Netzwerker in Web2.0

  1. Wo ist die reale Einkommensquelle für Dein Konzept? Nicht nur Werbung schalten - echtes Einkommen basierend auf den Regeln der normalen Welt. Ansonsten ist es ein Hobby, auch nicht schlecht.
  2. Einfach nur soziale Daten sammeln reicht nicht, ein Sinn muss dahinter stecken, ein rundes ganzes muss es sein. Einfach nur nachmachen und etwas besser lohnt sich nicht.
  3. Sprich richtige Menschen an, nicht nur Blogger. Blogger geben kein Geld aus, alles ist da umsonst. Schaffe etwas, wofür die Menschen gerne zahlen.
  4. Ein guter Name ist das halbe Geschäft, manche Menschen betreten das Netz nicht über einen Klick sondern über ein Telefonat, ein Gespräch oder eine Erinnerung an eine Bemerkung. Das gilt es dann schnell zu finden.
  5. Der ganze Web2.0 Hype geht irgendwann vorbei und übrig bleibt das normale Leben. Wenn dann Deine Idee immer noch einen Nutzen hat - weitermachen!
  6. Hüte Dich vor falschen Freunden, die Deine Ideen nicht kritisieren. In einer Hype Umgebung ist es gefährlich, Bodenhaftung zu verlieren.
  7. Jede revolutionäre Idee benötigt auch den richtigen Zeitpunkt, wenn eins von beiden nicht stimmt klappt es nicht. Kleine evolutionäre Veränderungen wie das Taggen können schnell überall eingearbeitet werden und sind keine Revolution.
  8. Evolutionäre Ideen müssen sehr schnell realisiert werden, sonst bauen es andere schnell in bestehende Systeme ein. Wer seine Ideen zu oft verteidigen muss, sollte gewarnt sein!
  9. Die Idee sollte in eine bestehende Nahrungskette passen. Die Wirtschaft selbst ist zu alt als das es von der Basis her etwas wirklich neues gibt. Menschen zahlen für Produkte und Dienstleistungen, Firmen für Technologien, Werbetreibende für gute Besucher. Es gibt keine neue Ökonomie, nur immer die alte …
  10. Träume nicht davon von Google gekauft zu werden, Google ist eine Ausnahme.
  11. Wenn Schüler und Studenten Spass haben, im Netz etwas zu probieren ist das gut und nützlich. Wenn jemand vom Hype gepackt den Durchbruch erzwingen will, ohne Spass daran zu haben, ist er ein armer Mensch.

Wenn der Traum vorbei ist bleibt die Frage: Was brauchen die Menschen wirklich?

Eine Reaktion zu “Die Zeit der Kopfjäger - Geld verdienen mit Web 2.0”

  1. Frank Ristau » Neue Web 2.0 Artikel

    […] Das AAL-Prinzip wurde von Andreas Weigend, Web 2.0 und Datamining Experte an der Stanford-Universität und früherer Chief-Scientist bei Amazon, formuliert. AAL steht für “Andere arbeiten lassen”. In den Grundsätzen wird dabei der sog. “User generated Contend” verstanden. Das ist, wie bei allen Web 2.0 Merkmalen, eigentlich nix neues, wird aber von den Web 2.0 Unternehmen auf die Spitze getrieben. Persönlich finde ich es schön, dass es die Hitflip Jungs rund um Andre in den Artikel geschafft haben. Ein weiterer wichtiger Artikel zum Thema Web 2.0 findet sich bei Spiegel Online. Wichtig schon deshalb, weil der Spiegel, ebenso wie das Manager-Magazin zu den etablierten Medien gehört und sich deshalb einer großen Besucherzahl erfreuen dürfte. Entsprechend umfangreich sind auch die Reaktionen. […]

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